Unfallversicherung

Mit Unfall ist die plötzliche dauerhafte Einschränkung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit nach einem Unfall gemeint. Eine gute Unfallversicherung gewährleistet in diesen Fällen eine finanzielle Absicherung.

Ein Unfall im versicherungsrechtlichen Sinne liegt vor, wenn die oder der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf ihren bzw. seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsbeschädigung erleidet (laut § 1 der Allgemeinen Unfallversicherungs-Bedingungen, AUB 95). Nur wenn diese Merkmale erfüllt sind, liegt aus der Sicht des Versicherers ein Unfall vor. Beispiele hierfür sind: Autounfall, Ausrutschen auf der Bühne, Verletzen beim Transport von Instrumenten/Equipment, Sturz von einer Treppe. Die verschiedenen Unfallfolgen, wie Todesfall, Invalidität/Berufsunfähigkeit, Krankenhausaufenthalt etc. können bei entsprechender Versicherung und Schadenseintritt die Zahlung der vereinbarten Versicherungssumme auslösen.

Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK) sind – im Gegensatz zu Angestellten – nicht automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung, die vor Unfällen am Arbeitsplatz oder im Kontext der Arbeit schützt. Es ist daher empfehlenswert, sich um eine Unfallversicherung zu bemühen. Sei es durch eine freiwillige Versicherung der entsprechenden Berufsgenossenschaft (zum Beispiel der Verwaltungsberufsgenossenschaft, www.vbg.de), die die Folgen von Arbeitsunfällen wie auch Berufskrankheiten versichert (und auch bei zeitlich befristeten Auslandsreisen bestehen bleibt). Oder durch eine Unfallversicherung eines Versicherungsanbieters, die üblicherweise mit einer 24-Stunden-Deckung ausgestattet ist. 

Einige Versicherer haben sich auf die Besonderheiten für künstlerische Berufe spezialisiert und bieten für diese Berufsgruppe besondere Deckungskonzepte an. So führt zum Beispiel der Verlust eines Fingers bei einem Pianisten zur vollen Auszahlung der versicherten Leistung, während sonst nur ein geringer Teil der Versicherungssumme ausgezahlt wird. Grundlage hierfür ist die sogenannte Gliedertaxe, die festlegt, wie hoch die Versicherungsleistung je nach Schwere der Beschädigung ausfällt. Eine allgemeine Gliedertaxe genügt den Ansprüchen von künstlerisch tätigen Menschen oft nicht, angepasste Taxen sind nötig.

Normale Gliedertaxe

Die Absicherung gegen Unfälle ist weltweit gültig und gewährt entsprechenden Schutz.

Für in Deutschland gastierende Künstlerinnen und Künstler kann das Unfallrisiko durch den Veranstalter bspw. über eine Gruppenunfallversicherung abgedeckt werden. 

Unter anderem kann man sich beim Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUVwww.dguv.de) weiter informieren. Die DGUV ist ein Zusammenschluss der gewerblichen Berufsgenossenschaften, der Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände.

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