Formen der Erwerbstätigkeit – Überblick

Man spricht in Deutschland von Erwerbstätigkeit. Künstler*innen, Kreative und Kulturschaffende haben keinen bestimmten Status, sie können als Arbeitnehmer*in/Angestellte*r beschäftigt oder selbstständig tätig sein. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Tätigkeitsformen, wie bspw. Praktikum oder Freiwilligendienst.

Arbeitnehmer*in/Angestellte*r ist, wer in einem Beschäftigungsverhältnis steht und von einem Arbeitgeber abhängige Arbeit leistet und weisungsgebunden ist. Weisungsgebunden bedeutet, dass nicht selbst bestimmt werden kann, was, wann, wo und wie gearbeitet wird, sonder die/der Arbeitgeber*in dies vorgibt. Es besteht eine Einbindung in die betriebliche Organisation des Arbeitgebers. Im Kulturbereich betrifft dies bspw. Orchestermusiker*innen oder auch Schauspieler*innen, die in einem Ensemble angestellt sind.  

Eine Beschäftigung als Arbeitnehmer*in/Angestellte*r hat Auswirkungen auf die in Deutschland bestehende Versicherungspflicht d.h. auf die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, die Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Die Sozialversicherung wird über die/den Arbeitgeber*in organisiert.

Einzelne Aspekte sind im Bereich Arbeiten als Arbeitnehmer*in/Angestellte*r genauer erläutert. Es wird auch aufgezeigt, mit welchem Aufenthaltstitel oder -papier eine Beschäftigung als Arbeitnehmer*in/Angestellte*r möglich ist.

Als selbstständig tätig gilt, wer mit eigenem Equipment in eigenen Räumen arbeitet und meistens mehrere Kunden*innen und Auftraggeber hat. Die/der Selbstständige bestimmt selbst, welche Aufträge angenommen werden und wann und wo gearbeitet wird. Bei einer selbstständigen Tätigkeit verpflichtet man sich vertraglich dazu, eine bestimmte Dienstleistung zu erfüllen oder ein konkretes Werk zu liefern. Im Kultur- und Kreativsektor betrifft dies oftmals Designer*innen oder Schriftsteller*innen und Bildende Künstler*innen.

Ist jemand selbstständig tätig, hat dies Auswirkungen auf die soziale Absicherung sowie auch auf die Besteuerung. Für eine Absicherung für das Alter oder für den Krankheitsfall muss selbst Sorge getragen werden. Die Sozialversicherungsträger und die Finanzverwaltung haben jeweils Kriterien entwickelt, wie sie Selbstständigkeit definieren.

Wird eine künstlerische Tätigkeit selbstständig ausgeübt, wird zwischen einer freiberuflichen Tätigkeit und einem Gewerbebetrieb unterschieden. Die Unterscheidung hat Auswirkungen auf die Anmeldung der Tätigkeit beim Finanzamt und Gewerbeamt und auch auf die Besteuerung. Generell gehören selbstständige künstlerische Tätigkeiten zu den freiberuflichen Tätigkeiten. Dies gilt im Prinzip für alle Sparten.

Einzelne Aspekte sind im Bereich Arbeiten als Selbstständige*r erläutert. Es wird auch aufgezeigt, mit welchem Aufenthaltstitel oder -papier in Deutschland eine selbstständige Tätigkeit möglich ist.

Es gibt eine Reihe weiterer Formen von Tätigkeiten, die im Kulturbereich üblich sind. Sie sind meist zeitlich befristet und dienen der beruflichen Orientierung, des Kennenlernens von Organisationen und Betrieben oder auch dem Erwerb beruflicher Fertigkeiten. Die Tätigkeitsformen Praktikum, Hospitanz und Freiwilligendienst werden hier jeweils erläutert.

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