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Musikinformation und -dokumentation

Musikbibliotheken, -archive und Museen sammeln und vermitteln Quellenmaterial, Literatur zur  Musik und zum Musikleben sowie Noten, Musikinstrumente und audiovisuelle Medien.
Umfangreiche Informationen und Adressen zu den wissenschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen und Sammlungen finden sich im Online-Portal des Deutschen Musikinformationszentrums MIZ. Dieses ist selbst eine zentrale, offene, für jedermann zugängliche Informationseinrichtung. Sie wird vom Deutschen Musikrat betrieben mit dem Ziel, das Musikleben in Deutschland transparenter zu machen, die Orientierung in der Musiklandschaft zu erleichtern sowie die Entwicklungen der Musikkulturen dokumentierend zu begleiten.

Darüber hinaus gibt es weitere relevante Online Portale zum Musikbereich:

Zudem gibt es viele private Sammlungen aller Art im Musikbereich – physisch und digital, die in der Regel jedoch nicht öffentlich zugänglich sind. Dennoch stellen sie einen wichtigen Schatz an Wissen und Erfahrungen zur Musik dar. 

Bedeutung für die Dokumentation von Musik hat neben den öffentlichen Archiven, Museen und Sammlungen vor allem auch das „Cultural Mapping", die Kartierung von Musik in Deutschland gewonnen. Um musikalische Vielfalt sichtbar zu machen, wurde sie als eine zentrale Methode in den letzten Jahren populär im Zusammenhang mit der Umsetzung der UNESCO Konventionen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und des Immateriellen Kulturerbes. Untersucht wird mit dieser Methode die Beziehung zwischen Raum – Natur, urbaner und ländlicher Landschaft und Musik und Klang. Dadurch erschließen sich neue Profile von Kulturen und Gemeinschaften in Deutschland und ihre vielfältige Musikpraxis. Es werden bisher wenig bekannte, oftmals atypische Orte der Musik sichtbar. Auch Kontexte und Akteure oraler Musiktraditionen des immateriellen Kulturerbes und kultureller Minderheiten werden erschlossen.
Die Ergebnisse von Untersuchungen nach dieser Methode geben neue kulturpolitische Impulse für die Entwicklungen von Musiken und der Musiklandschaft in der sich demographisch wandelnden Gesellschaft im Zeitalter der Globalisierung. Darüber hinaus bietet das Mapping musikalischer Vielfalt auch eine Ressource für die Analyse von aktuellen Konflikten im Musikbereich, zwischen Kulturen und bietet Impulse für Nachhaltigkeitsstrategien gemäß der SDGs. 

Einige Beispiele solcher Mapping Projekte sind:

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