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NEWSLETTER FRÜHJAHR 2020
 

Im Fokus dieser Ausgabe steht die Corona-Pandemie.

 

Liebe Künstler*innen und Kolleg*innen,

der touring artists Newsletter steht dieses Frühjahr - wie sich leicht vermuten lässt - auch ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Die internationale Künstler*innen-Mobilität ist nahezu zum Stillstand gekommen, viele Kulturschaffende sehen sich mit existenziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Bund und Länder in Deutschland haben eine Vielzahl an Nothilfe-Programmen auf den Weg gebracht - nicht alle Künstler*innen konnten jedoch damit bisher erreicht werden.
In diesem Newsletter geben wir Einblicke in die aktuelle Situation, stellen die Maßnahmen vor, die touring artists ergriffen hat, um Künstler*innen in der Krise zu unterstützen. Ergänzend verweisen wir auf andere Hilfs- und Beratungsprojekte.

Auch wenn es im Moment noch nicht vorstellbar scheint, widmen wir uns auch einer Zeit nach der Pandemie. Wir machen auf aktuelle Gesetzesänderungen aufmerksam, die die Künstler*innen-Mobilität betreffen (werden) und wir berichten über das neue touring artists/IAIB-Netzwerktreffen “Monthly Meet-Up”, welches im Februar dieses Jahres gestartet ist und hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder aufgenommen werden kann.

 
IM ÜBERBLICK

Schwerpunkt: Die Corona-Pandemie

  • Die Corona-Pandemie aus der Perspektive der Künstler*innen-Mobilität
  • touring artists Aktivitäten im Kontext der Corona-Pandemie
  • FAQ für internationale Künstler*innen in Deutschland
  • Beratungsangebote in Berlin und in Deutschland

 
touring artists Neuigkeiten

  • "Monthly Meet-Up"

 
Aktuelles

  • Aktuelle Gesetzesänderungen in Deutschland & im Ausland
  • EU Kulturpolitik
  • Aktuelle Ausschreibungen


Die touring artists-Redaktion wünscht eine spannende Lektüre!

SCHWERPUNKT:
DIE CORONA-PANDEMIE

DIE CORONA-PANDEMIE AUS DER PERSPEKTIVE DER KÜNSTLER*INNEN-MOBILITÄT

Künstler*innen aller Sparten gehören zu den Berufsgruppen, die mit am schwersten von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind. Mit der Absage von Konzerten, Ausstellungen und Theater-/Tanzaufführungen gehen vor allem den Freischaffenden ihre Haupteinnahmequellen verloren. Verschiebungen oder Vorauszahlungen helfen oft nur bedingt, um existenzielle Nöte zu überbrücken. 

Einen Überblick über die rechtliche Situation im Falle von Ausfällen und Ausfallhonoraren bietet dieser Text der Rechtsanwältin Sonja Laaser, der von touring artists ins Englische übersetzt wurde. 

Ob sich transnationale Kulturarbeit in naher Zukunft so fortsetzen lässt, wie vor der Krise, ist zur Zeit noch mehr als ungewiss. Viele Länder weltweit haben einen Einreisestopp verhängt, einige gar angekündigt, diesen auf bis zu einem Jahr auszuweiten. Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ausgesprochen. 

Aktuelle Informationen lassen sich über die Seite des Auswärtigen Amtes und über den Service VisumPOINT in Erfahrung bringen.

Da die meisten Ausländerbehörden/Landesämter für Einwanderung seit dem 16. März 2020 geschlossen sind (und jetzt teilweise wieder öffnen), wurden bestehende ablaufende Visa automatisch bis Ende Juni verlängert. Einen Überblick über die Handhabungen der einzelnen Ausländerbehörden/Landesämter für Einwanderung findet sich auf dieser touring artists Seite. Personen, die sich bis zum Zeitpunkt des Ausbruchs von Covid-19 visumfrei oder mit einem Schengenvisum in Deutschland aufgehalten haben, werden bis zum 30. Juni 2020 von der Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. 

Diese Übersicht fasst die Handlungsempfehlungen des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für die Ausländerbehörden/Landesämter für Einwanderung zusammen. 

Bereits Ende März wurden zahlreiche Rettungsprogramme von Bund und Ländern initiiert, die sich an Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und Kleinunternehmer*innen richten. Die Ausstattung der Länderprogramme ist dabei äußerst unterschiedlich; in manchen Bundesländern sind bisher noch keine Programme aufgesetzt worden. Das Land Berlin bspw. zahlte über die Investitionsbank Berlin (IBB) eine Soforthilfe (II) in Höhe von 5.000 Euro aus, um akuten Liquiditätsengpässen vorzubeugen. Die Mittel sind mittlerweile erschöpft. An den Start geht jetzt ein Hilfsprogramm (IV), welches kleinen und mittleren Betrieben im Kultur- und Medienbereich zugutekommen wird. In Bayern wurde angekündigt, dass Künstler*innen für bis zu drei Monate jeweils 1.000 Euro erhalten können etc. 

Der Deutsche Kulturrat bietet auf seiner Webseite einen Überblick über die Maßnahmen der Länder und die Maßnahmen des Bundes.


TOURING ARTISTS AKTIVITÄTEN IM KONTEXT DER CORONA-PANDEMIE

touring artists ist bemüht, Künstler*innen, Kreative und Kulturschaffende auch in diesen Tagen zu unterstützen. Auf der touring artists Website wurde ein Sonderbaustein zum Thema Corona-Pandemie angelegt. In diesem Bereich sammeln wir Quellen, die verlässliche und umfangreiche Informationen zur aktuellen Lage bieten. Dabei konzentrieren wir uns auf Informationen zu den Folgen der Pandemie für das grenzüberschreitende Arbeiten und bündeln diese entlang wichtiger Mobilitätsthemen. 

Darüber hinaus verweisen wir auf Newsletter, auf Quellen zu (regionalen) Hilfemaßnahmen für Künstler*innen und Kulturschaffende, auf Informationen zum Umgang mit Fördermitteln sowie auf internationale Berichte, Initiativen und Kampagnen im Kunst- und Kultursektor. 

Für Künstler*innen und Kulturschaffende, die kürzlich in Berlin angekommen sind, bieten wir Informationen im Bereich International Artists Info Berlin (IAIB). Für diese Zielgruppe haben wir ein FAQ erstellt, das sich sowohl in diesem Newsletter als auch auf der Website findet. 

touring artists Beratungsangebot
Wir bieten weiterhin unsere Beratungen an, in denen individuelle Fragen geklärt werden können. Wie immer kostenfrei - zurzeit zwar nicht persönlich vor Ort, aber nach wie vor per E-Mail, Telefon oder Skype. Terminanfrage bitte per E-Mail an: beratung[at]touring-artists.info

Veranstaltungen
Am 12. Mai 2020 veranstaltet Music Pool Berlin in Kooperation mit touring artists einen online “Community Evening Digital”. Hier werden Künstler*innen und andere selbstständige Kultur-/Musikschaffenden angesprochen, die Schwierigkeiten haben, Informationen darüber zu finden, welches Hilfsprogramm für sie in Frage kommt, wie sie sich bewerben können, wie alles mit Steuern, Versicherungen und Sozialversicherung zusammenhängt etc. Der Abend richtet sich insbesondere an diejenigen, die kein Deutsch sprechen, keinen deutschen Pass haben, die möglicherweise nicht für bestimmte Programme in Frage kommen usw. Mehr Informationen zu dem Webinar finden sich hier

Am 9. Juni 2020 ist touring artists an einer einstündigen Online-Session zum Thema “Enforced Mobility” beteiligt, die On the Move. Cultural Mobility Information Network organisiert. Mit dabei sind Vertreter*innen von ICORN, La Cité Internationale und Tamizdat. Wir informieren zeitnah an dieser Stelle. 


FAQ FÜR TRANSNATIONALE KÜNSTLER*INNEN IN DEUTSCHLAND

Haftungsausschluss: Einige der hier präsentierten Informationen könnten bereits nicht mehr gültig sein. Daher ist es immer empfehlenswert, die offiziellen Webseiten der zuständigen Stellen und Behörden zu konsultieren. Da die meisten dieser offiziellen Webseiten gar nicht, bzw. allenfalls ins Englische übersetzt sind, bieten wir bei Bedarf Rücksprachemöglichkeiten zu Verständnisfragen an.

Was passiert mit meinem Visum/Aufenthaltstitel?
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat Empfehlungen an die Ausländerbehörden auf den Weg gebracht, die Verfahrensvereinfachungen vorsehen – vor allem zur Entlastung der Behörden. Eine Zusammenfassung der Empfehlungen findet sich hier.
Wichtig! Die geltenden Ausnahmeregelungen für die individuelle Situation während der Pandemie sind immer bei der örtlich zuständigen Behörde zu ermitteln. Auf der Seite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge findet sich eine Ausländerbehörden-Suche.
Berlin: Das Berliner Landesamt für Einwanderung (LEA) hat für in Berlin lebende Personen ein FAQ zusammengestellt. 

Ich bin mit einem Schengen-Visum nach Deutschland eingereist und kann das Land derzeit nicht verlassen.
Inhaber*innen ablaufender Schengen-Visa werden bis zum 30. Juni 2020 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Allerdings sind Reisen innerhalb des Schengen-Raums in dieser Zeit nicht erlaubt.
Eine Erwerbstätigkeit, die rechtmäßig mit dem Schengen-Visum ausgeübt wird, darf bis zum 30. Juni 2020 ausgeübt werden.
Laut dem Berliner Landesamt für Einwanderung ist die Ausreise über einen Transit-Flughafen grundsätzlich möglich – „allerdings kann hierfür keine Garantie gegeben werden. Ebenfalls nicht garantiert werden kann, dass eine Durchreise mit einem abgelaufenen Schengen-Visum nicht strafrechtlich sanktioniert wird. Es wird (…) daher empfohlen, direkt aus dem Bundesgebiet in Ihren Heimatstaat auszureisen oder sich diesbezüglich bei Ihrem Luftfahrtunternehmen zu erkundigen.”

Auch wird empfohlen, sich regelmäßig bei der zuständigen Auslandsvertretung im Inland zu informieren, ob eine Ausreise durch staatliche Charter- oder Rückholmaßnahmen möglich ist.

Ich bin visumfrei für einen kurzen Aufenthalt nach Deutschland eingereist und kann das Land derzeit nicht verlassen.
Für Staatsangehörige, die ohne Visum in den Schengen-Raum einreisen dürfen, beträgt die maximale Dauer für einen visumfreien Aufenthalt im gesamten Schengen-Raum 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum. Es wird gebeten, vor Ablauf des Zeitraums auszureisen.
Personen mit der Staatsangehörigkeit von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und den USA können nach der visumfreien Einreise einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis im Bundesgebiet stellen, auch für eine Erwerbstätigkeit.
Personen mit der Staatsangehörigkeit von Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino können ebenfalls einen Antrag nach der visumfreien Einreise im Bundesgebiet stellen, aber nicht für eine Erwerbstätigkeit.
Dies sollte vor Ablauf der erlaubten Aufenthaltsdauer geschehen! Es ist mit starken Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen auszugehen.
Laut dem Berliner Landesamt für Einwanderung hat die EU-Kommission „laut Mitteilung des BMI empfohlen, auf Sanktionen gegen Reisende aus Drittstaaten zu verzichten‚ die aufgrund von Reisebeschränkungen nicht rechtzeitig ausreisen können. Durch Reisebeschränkungen bedingte Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer sollen bei der Bearbeitung künftiger Visumanträge unberücksichtigt bleiben.”

Ich bin in Deutschland gestrandet und habe derzeit keine Krankenversicherung in Deutschland.
Für Künstler*innen aus dem Ausland, die nicht in Deutschland leben, aber hier gestrandet sind, gibt es die Möglichkeit, die bestehende Reisekrankenversicherung per E-Mail oder telefonisch zu verlängern. Es besteht auch die Möglichkeit, eine vorübergehende private Krankenversicherung in Deutschland abzuschließen. Achtung: Bei manchen Anbietern kann der Vertragsabschluss bis zu vier Wochen dauern, bevor die Versicherung in Kraft tritt. 

Ich habe Fragen zum Thema Reisebeschränkungen.
Die aktuellsten Informationen finden sich zusammengefasst auf den Webseiten des Auswärtigen Amts (Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes FAQs, Weltweite Reisewarnung und Informationen zu Einreisen nach Deutschland) und der Bundespolizei (FAQ). 

Kann ich als nicht-EU-Staatsangehörige*r Grundsicherung („ALG II, Hartz IV”) beantragen?
Für nicht-EU-Staatsangehörige ist dies regional unterschiedlich geregelt und hängt vom jeweiligen Aufenthaltstitel ab. Befristete Aufenthaltserlaubnisse für eine selbstständige Tätigkeit beinhalten in der Regel eine Klausel, die den Bezug von Grundsicherung nicht erlaubt. Daher gilt: bei der zuständigen Ausländerbehörde nachfragen!
Eine Übersicht über spezielle Informationsseiten der zuständigen Behörden ist hier zu finden.
Berlin: Das Berliner Landesamt für Einwanderung (LEA) hat am 27. März 2020 eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Bezug von Grundsicherung bis einschließlich 17. Juni 2020 erlaubt. Dies gilt für alle Aufenthaltstitel. Allerdings kann es sein, dass einzelne Mitarbeiter*innen der Jobcenter davon noch nichts wissen. Es ist daher empfehlenswert, die deutschsprachige Version der Allgemeinverfügung des Landesamts für Einwanderung dem Antrag beizufügen (Download als.pdf-Datei).
Achtung: Dies gilt nur für Künstler*innen, die in Berlin leben!

Hat die Beantragung von Soforthilfe (“Corona-Zuschuss”) einen Einfluss auf meinen Aufenthaltstitel?
Leider ist dies eine offene Rechtsfrage. Bislang gibt es dazu keine offiziellen Informationen. Wir gehen aber davon aus, dass die Beantragung keinen negativen Einfluss haben wird. 

Ich habe weitere Fragen zum Thema Soforthilfen. Wer kann mich beraten?
Beratungsstellen sind auf der Webseite des Bundesverbands Kreative Deutschland zu finden. Eine Übersicht über weitere finanzielle Hilfen steht auf der touring artists-Webseite zur Verfügung.
Berlin: Für in Berlin lebende Kreativschaffende bietet u. a. der Kulturförderpunkt/ die Kreativwirtschaftsberatung kostenlose Beratungen zum Thema an.

Ich habe Fragen zur Absage von Veranstaltungen und Ausfallhonoraren.Informationen zu der Frage, wann ein Anspruch auf ein Ausfallhonorar bei der Absage von Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus besteht, finden sich hier.


BERATUNGSANGEBOTE IN BERLIN UND IN DEUTSCHLAND

Viele Beratungsstrukturen haben ihr Angebot ausgeweitet und unterstützen verstärkt Künstler*innen und Kreative, die von der Corona-Krise betroffen sind.
Für in Berlin lebende Kreativschaffende bietet u. a. der Kulturförderpunkt/die Kreativwirtschaftsberatung kostenlose Beratungen zum Thema Soforthilfe an. Der bbk berlin fasst auf seiner Website aktuelle Informationen zu Corona zusammen, die Künstler*innen-Beratung kann weiterhin telefonisch wahrgenommen werden. Auch das Beratungsangebot des Landesmusikrat Berlin für transnationale Musiker*innen ist weiterhin per E-Mail oder telefonisch erreichbar. 

In NRW bietet der Kulturrat NRW eine telefonische Sprechstunde für Künstler*innen an. 

Der Fonds Darstellende Künste bietet Telefon- oder Skype-Termine (10 bis 15 Minuten) mit seinem Geschäftsführer Holger Bergmann für alle bundesweit agierenden freien darstellenden Künstler*innen und deren Einrichtungen an - dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 15 Uhr, nur nach Vereinbarung per E-Mail an geschaeftsfuehrung(at)fonds-daku.de. 

Grundsätzlich empfiehlt es sich, sich bei den LAFTs, den BBK Landes- und Regionalverbänden, den Landesmusik- und den Landeskulturräten zu Beratungsangeboten bzgl. der Corona-Pandemie zu informieren. 

Umfangreiche Informationsquellen
Deutscher Kulturrat - Corona versus Kultur
ver.di Selbstständige - Corona Infopool
Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler - Corona-Pandemie
Kreative Deutschland - Soforthilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland

Creatives Unite: Artists & Creatives Community Covid-19 Resource Platform

TOURING ARTISTS
NEUIGKEITEN

TOURING ARTISTS/IAIB “MONTHLY MEET-UP”

Der Ausbruch der Pandemie in Europa hat zu einer Unterbrechung unserer im Februar 2020 gestarteten Networking-Reihe “Monthly Meet-Up” geführt. Das Monthly Meet-Up richtet sich an transnationale Künstler*innen und Kreative, die neu in Berlin sind und versuchen, dort Fuß zu fassen. Es können administrative Fragen erörtert werden, die für die künstlerische Arbeit in Berlin relevant sind (wie z.B. Steuernummer, KSK (Künstlersozialkasse) oder Visafragen). Mitglieder von Berliner Kunstinstitutionen sind vor Ort, die ihre Arbeit vorstellen und es besteht die Möglichkeit, andere Künstler*innen zu treffen, sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam Shows, Aufführungen und Ausstellungen zu besuchen.

Ursprünglich für jeden dritten Montag im Monat angedacht, mussten die letzten zwei Treffen abgesagt werden und auch im Mai wird es noch kein Treffen geben können. Wir hoffen, in naher Zukunft unter Einhaltung aller erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsvorschriften ein Meet-Up veranstalten zu können und informieren rechtzeitig über unsere Website und die Social Media Kanäle.

AKTUELLES

AKTUELLE GESETZESÄNDERUNGEN IN DEUTSCHLAND & IM AUSLAND

Fachkräfteeinwanderungsgesetz
Seit dem 1. März 2020 gilt in Deutschland das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Damit soll der Zuzug von Fachkräften nach Deutschland vereinfacht, Visaerteilungsverfahren beschleunigt werden. Das Gesetz betrifft qualifizierte (anerkannte Berufsausbildung) und hochqualifizierte (Hochschulabsolvent*innen) Arbeitskräfte. Der Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag kann für Künstler*innen aus Drittstaaten, die eine Festanstellung angeboten bekommen (z.B. als Tänzer*in einer Kompanie oder als Musiker*in in einem Orchester), insofern von Vorteil sein, dass das Visaerteilungsverfahren deutlich schneller (ca. 3 Wochen) und ohne Rücksprache mit der ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) durchgeführt wird. 

Pekinger Vertrag über audiovisuelle Darbietungen
Am 28. April 2020 ist der Pekinger Vertrag über audiovisuelle Darbietungen in Kraft getreten. Das internationale Abkommens soll letztendlich die Verdienstbedingungen für Schauspieler*innen und andere audiovisuelle Darsteller*innen verbessern. Der Pekinger Vertrag gibt Darsteller*innen in audiovisuellen Aufführung das Recht, 50 Jahre lang ausschließlich über die Nutzung ihres Werks bestimmen zu können. Dies schließt Reproduktionen, Vertrieb und Verleih etc. ein. Informationen sind hier nachzulesen.


EU KULTURPOLITIK

Und noch einmal Corona:
So unterstützt die EU den Kultur- und Kreativsektor: Informationen der Europäischen Kommission sind hier zu finden.


AKTUELLE AUSSCHREIBUNGEN

Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin im Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences (BAS): 4 Stipendien, Förderdauer zwei Jahre, monatliches Stipendium von 1.365 Euro zzgl. Sachkostenzuschuss und ggf. Kinderzulage.
Bewerbungsschluss: 25. Mai 2020

Kulturring Demmering: Künstlerstipendien - 2-monatige Aufenthaltsstipendien für Künstler*innen verschiedener Genres.
Bewerbungsschluss: 31. Mai 2020

European Theatre Convention: Fast Forward - European Festival for Young Stage Directors November 2020 in Dresden.
Bewerbungsschluss: 31. Mai 2020 

Goethe-Institut Chile und Institut Francais Chile: Resonancias französisch-deutsches Residenz-Programm in Chile.
Bewerbungsschluss: 31. Mai 2020

European Cultural Foundation: Culture of Solidarity Fund - zur Unterstützung von Initiativen, die die Idee eines gemeinsamen Europas und die europäische Solidarität stärken.
Bewerbungsschluss: Die erste Ausschreibungsrunde ist Ende April zu ende gegangen; die nächste Ausschreibung soll noch im Mai bekannt gegeben werden. 

Aktuelle Ausschreibungen zur Mobilitätsförderung finden sich auch auf der Website von On the Move. Cultural Mobility Information Network. Der monatlich erscheinende OTM Newsletter ist in fünf Sprachen erhältlich.


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TOURING ARTISTS BERATUNGSANGEBOT

Im Rahmen des touring artists Beratungsangebotes sind kostenfreie Einzelberatungen per Telefon, Skype und E-Mail (beratung@touring-artists.info) zu internationalen Projekten und Arbeitsaufenthalten im Ausland möglich. Das Angebot ist eine Kooperation von ITI und IGBK mit DTD und SMartDe – Netzwerk für Kreative e.V.

VORSCHAU

Der nächste touring artists Newsletter erscheint im Herbst 2020. Wenn Sie Neuigkeiten rund um die kulturelle Mobilität über den touring artists Newsletter teilen möchten, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail (info@touring-artists.info).


INFO

Kontakt
touring artists Redaktion, E-Mail: info@touring-artists.info

touring artists ist ein Projekt der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK), des Dachverband Tanz Deutschland (DTD) und des Internationalen Theaterinstituts (ITI) Zentrum Deutschland, initiiert und gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK)
Taubenstr. 1, D – 10117 Berlin, www.igbk.de

Dachverband Tanz Deutschland e.V. (DTD)
Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, D - 10997 Berlin, www.dachverband-tanz.danceinfo.de

Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts e.V.
Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, D – 10997 Berlin, www.iti-germany.de