Urheberpersönlichkeitsrechte

"Urheber ist der Schöpfer des Werkes" - § 7 UrhG

Zum Schutz der Urheberpersönlichkeit regelt das UrhG u.a. die folgenden urheberpersönlichkeitsrechtlichen Interessen:

Die Veröffentlichung eines Werkes (§ 12 UrhG); ein*e Urheber*in kann nach dem Veröffentlichungsrecht bestimmen, ob und wie ihr bzw. sein Werk veröffentlicht wird. Wenn es sich bei kollektiv geschaffenen Werken um mehrere Miturheber*innen handelt, kann dieses Recht nur gemeinschaftlich wahrgenommen werden, siehe § 8 UrhG

Die Anerkennung der Urheberschaft am Werk und die Frage, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist (§ 13 UrhG). Die*der Urheber*in kann, ohne ihr bzw. sein Recht einzubüßen, anonym bleiben oder aber auch ein Pseudonym verwenden.
Bei einer gemeinsam entwickelten Tanzperformance bspw. hat jede*r Miturheber*in einen Anspruch auf Anerkennung der Urheberschaft. Miturheber*innen sind Tänzer*innen mit einem eigenschöpferischen Beitrag an der Choreographie. Tänzer*innen gelten aber in der Regel als ausübende Künstler*innen, nicht als Urheber*innen. Dann haben sie zwar ein Recht auf Namensnennung, wenn das aber einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeuten würde, kann die Tanzkompanie genannt werden.  

Der Schutz vor Entstellungen oder anderen Beeinträchtigungen (§ 14 UrhG). In der Bildenden Kunst können Beeinträchtigungen zum Beispiel durch unmittelbare Einwirkungen (Übermalungen) entstehen, aber auch dadurch, dass das Werk in einen entstellenden Kontext gesetzt wird.
In anderen Sparten trifft dies z.B. zu, wenn Werke umgewandelt werden – eine Komposition in ein Bühnenwerk integriert, ein Roman dramatisiert wird etc. Selbst wenn ein Bearbeitungsrecht nach § 23 UrhG eingeräumt wurde, kann ein*e Autor*in den Schutz vor Entstellung einfordern, wenn bei einer starken Kürzung die Aussageabsicht verfälscht wurde. 

Der Zugang zu Werken (Originale oder Vervielfältigungsstücke), soweit dieser zur Herstellung von Vervielfältigungsstücken oder zur Bearbeitung eines Werkes erforderlich ist und ihm nicht berechtigte Interessen der*s Besitzer*in des Werkes gegenüberstehen (vgl. § 25 UrhG). 

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