Territorialer Zugang - Einreise und Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen

Den territorialen Zugang von Drittstaatsangehörigen regelt in Deutschland das Aufenthaltsgesetz (AufenthG): 

  • Das C-Visum erlaubt den kurzfristigen Aufenthalt.  

  • Das D-Visum erlaubt die Einreise für längerfristige Aufenthalte. Nach der Einreise wird das D-Visum von der für den Aufenthaltsort zuständigen Ausländerbehörde in eine Aufenthaltserlaubnis oder in eine Niederlassungserlaubnis umgewandelt. Ein Aufenthaltstitel wird für die Aufenthaltszwecke Ausbildung, Erwerbstätigkeit, völkerrechtliche, humanitäre oder politische sowie familiäre Gründe erteilt. Eine Niederlassungserlaubnis wird erteilt, wenn ein*e Drittstaatsangehörige*r seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und weitere Voraussetzungen (Sicherung des Lebensunterhalts, keine Vorstrafen, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache etc.) erfüllt. Einer*m hochqualifizierten Ausländer*in sowie Inhaber*innen einer "Blauen Karte EU" kann sie vor Ablauf dieser Frist erteilt werden (§ 19 und 19a AufenthG). 

  • Es gibt außereuropäische Länder für deren Angehörige Vergünstigungen gelten. Sie können nach § 41 AufenthV auch für einen Aufenthalt, der kein Kurzaufenthalt ist, visumfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich aufhalten. Ein erforderlicher Aufenthaltstitel kann im Inland eingeholt werden. Zu diesen Ländern gehören Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, die Republik Korea und die USA.

  • Es gibt über 40 Drittländer, deren Staatsangehörige von der Visumpflicht befreit sind, u.a. Argentinien, Australien, Lettland, Malaysia, Singapur, Venezuela. Sie benötigen bis zu einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen in Deutschland kein Visum. Allerdings ist ohne Visum grundsätzlich keine Erwerbstätigkeit möglich (entsprechend der Verordnung EG Nr. 539/2001, Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Anhang II).

Nach oben