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Sozialversicherung in der Türkei

Das türkische Sozialversicherungssystem umfasst heutzutage vier Versicherungszweige: Rentenversicherung, Unfallversicherung, die Allgemeine Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Eine Pflegeversicherung gibt es noch nicht.
Die staatlichen Sozialleistungen in der Türkei liegen deutlich unter dem deutschen Niveau. Die Versicherungen umfassen den Schutz bei Krankheit, Mutterschaft, Arbeitsunfällen, bei Behinderungen und Berufskrankheiten und bieten darüber hinaus eine meist geringfügige Altersversorgung. Seit 2006 besteht als einziger Träger der Sozialversicherungen die Sozialversicherungsanstalt Sosyal Güvenlik Kurumu (SGK). Dieser Träger ist, abgesehen von der Arbeitslosenversicherung, für alle Versicherungszweige zuständig.
Viele Künstler*innen in der Türkei sind nicht sozialversichert.
Seit 2001 besteht für Künstler*innen in der Türkei die Möglichkeit, eine private Altersvorsorge abzuschließen. Anders als die gesetzliche Rentenversicherung ist die private Altersversorgung keine Pflichtversicherung. Grundsätzlich kann jede*r dem System beitreten. Der Gesetzgeber hat lediglich bestimmt, dass die*derjenige, die*der vom System profitieren möchte, das 18. Lebensjahr vollendet haben muss. Da der Gesetzgeber den Geltungsbereich nicht begrenzt hat, können außer Arbeitnehmer*innen auch Beamte, Künstler*innen, Selbstständige, Hausfrauen, Arbeitslose sowie Personengruppen, die ihre Arbeitskraft nicht anbieten, in das System eintreten. Seit 2012 zahlt der Staat einen Betrag in Höhe von 25 % der geleisteten Beiträge in das Vorsorgesystem ein.

Informationen bietet die Website der Anstalt für Soziale Sicherheit der Türkei hier.
Ebenfalls lesenswert: Max Planck Institute for Social Law and Social Policy, Soziale Sicherheit in der Türkei – Grundlagenbericht (2016).

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